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Deckelpokal
"Negerhyddan" (Negerhütte)
Entwurf: Edward Hald, 1918
Ausführung: Sten Pettersson,
Orrefors Glasbruk 1929
Farbloses Kristallglas, formgeblasen, Korpus auf vier Glaskugeln
Gravur unter dem Standring:
Orrefors. Hald. 65. 29. S.P.
Höhe mit Deckel 26,5 cm
Dekor in Mattschnitt die Wandung umziehend:
Zwei Eingeborene mit Speer und Bogen. Zwei Frauen mit geflochtenen Röcken und ein Kind beobachten verschiedene Tiere, die auf girlandenähnlichen Lianen sitzen.
Kleine Serie.
Der "Negerhüttenpokal" zählt zu den gelungensten und meistbeachteten Schöpfungen Edward Halds. Schon in diesem frühen Entwurf zeigt sich seine grosse Begabung, auf dem Glas eine Geschichte zu erzählen, voller Poesie und Lebensfreude, und gleichzeitig dem Glas eine Form zu geben, die mit der darstellung in direktem Zusammenhang steht. In der flächigen Art der Darstellung zeigt sich schon früh Halds eigener Zeichenstil, er verzichtet auf die exakte Binnenzeichnung, wie sie Simon Gate bevorzugt, zugunsten einer stilisierten, die Fantasie anregenden, "Graphischen" Gestaltung.
Ein Exemplar des Pokals wurde auf der Art-Déco-Ausstellung in Paris 1925 gezeigt.
Siehe: H. Ricke und U. Gronert, Glas in Schweden 1915-1960 (München: Prestel, 1986), 91, Nr. 85. |
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